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Montag, 20.05.2024
Die Elektrolok Rehau vor dem Lokschuppen Die Maschine wurde 1902 von der AEG gefertigt
Fakten
Technische Daten
Die Elektrolok Rehau
Bei dieser Lokomotive handelt es sich um eine interessante Rarit├Ąt und ein fr├╝hes Zeugnis aus dem Bereich der elektrischen Traktion.
Die Maschine d├╝rfte nach einer ebenfalls erhaltenen Lok der Trossinger Eisenbahn die zweit├Ąlteste noch existierende Lokomotive und eine der ├Ąltesten Lokomotiven aus der Produktion der AEG sein. Die Rehauer Maschine wurde 1902 mit der Fabriknummer 173 von der AEG gefertigt. Geliefert wurde sie allerdings nicht direkt an die Porzellanfabrik, sondern zuerst an einen "Zwischenh├Ąndler". Bei der heute noch existierenden Firma Gro├č & Bohrer in Bamberg wurde die Lok komplettiert und zum Weiterverkauf ausgeschrieben. Nach einem Kostenvoranschlag vom 14. Februar 1905 gelangte die Maschine schlie├člich f├╝r 5.700 Mark zur Porzellanfabrik Zeh, Scherzer & Co. nach Rehau und wurde dem Betrieb ├╝bergeben.
Nachdem die Produktion in der Fabrik und somit auch der Verkehr der Werksbahn zu Beginn der 90er Jahre eingestellt, Teile der Fabrik abgerissen und der Rest von der Firma REHAU AG & Co. ├╝bernommen wurden, war die Lok arbeitslos. Die Firma hinterstellte die Werkslok in einer ihrer Hallen und entschloss sich 1999 sie in die Obhut der Selber Eisenbahnfreunde zu ├╝bergeben.
Die zweiachsige Maschine mit Mittelf├╝hrerstand ist in einer klassischen dunkelgr├╝nen Farbgebung mit rotem Fahrwerk im Einsatz gewesen. Sie verf├╝gt ├╝ber Stangenpuffer und Lyrastromabnehmer. Gebremst wurde die Lok durch Einlegen des R├╝ckw├Ąrtsganges. Als Betriebsspannung ist 110 Volt Gleichstrom verwendet worden.
Neben der Lokomotive gelangten noch zwei Rollwagen in den Besitz. Hierbei handelt es sich um h├Âlzerne Fahrzeuge, die nicht viel j├╝nger sein d├╝rften als die Lokomotive und die im innerbetrieblichen Verkehr eingesetzt wurden. Einer der Wagen wird aufgrund seines hervorragenden Erhaltungszustandes als Museumsfahrzeug weiter erhalten. Das Holz des anderen Waggons ist allerdings durch Feuchtigkeit und Ungeziefer schon so morsch und instabil, dass der MuEC um eine komplette Erneuerung aller h├Âlzernen Teile nicht herumkommen wird. Mit der Elektrolok und den Wagen verf├╝gt der Lokschuppen Selb ├╝ber eine interessante Rarit├Ąt aus den Anf├Ąngen des elektrischen Werksbetriebs.
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